Wie „milde Gaben“ noch größer ausfallen

„Selbst ihre milden Gaben verteilen die Deutschen nicht uneigennützig sie setzen sie von der Steuer ab.“

Derartige Vorwürfe sind mitunter zu hören. Doch wir vom BGD sehen das ganz anders: Gerd P. ist ein durchschnittlicher Steuerzahler. Er hat sich vorgenommen, in diesem Jahr insgesamt 600 Euro für unser Hilfswerk zu spenden.

Gerd P. könnte das Geld natürlich jeweils in den Klingelbeutel werfen. Doch er macht es anders. Er überweist 600 Euro zugunsten des BGD direkt auf das Konto des BasisGesundheitsDienstes 34 33 100 bei der Darlehnskasse Münster (BLZ 400 602 65). Über diesen Betrag stellt der BGD am Ende des Jahres eine Spendenquittung aus. Diese Quittung fügt er seiner Steuererklärung bei und bekommt vom Finanzamt 120 Euro zurückerstattet. Somit hat er nur 480 Euro bezahlt, doch bei den Ureinwohnern kommt viel mehr an.

Ist Gerd P. dafür zu tadeln? Nein, im Grunde machen zu wenige Steuerzahler von der Möglichkeit Gebrauch, Spenden für sogenannte mildtätige Zwecken abzusetzen. Das geht zwar nur begrenzt (immerhin aber bis zu zehn Prozent der Einkünfte) und wieviel genau der Fiskus zurückerstattet, muss jeder selbst mal kurz in der Steuertabelle nachschauen.

Gerd P. ist natürlich nur ein Beispiel wer wenig Steuern zahlt, wird von 600 Euro vermutlich weniger als 120 Euro erstattet bekommen. Doch es ist nachdrücklich zu empfehlen, bei Gelegenheit ein Stündchen zu investieren, um dies einmal in Ruhe mit dem Taschenrechner durchzurechnen.

Erstens ist es nämlich, wie gesagt, äußerst sinnvoll, wenn dort, wo das Geld bitter benötigt wird, möglichst viel ankommt.

Zweitens leitet der BGD-Spender, indem er seine großzügigen Gaben beim zuständigen Finanzamt seiner Gemeinde geltend macht, Gelder aus dem reichen Deutschland in ärmere Regionen des Bistums Jabalpur um.

Denn von den 600 Euro im Beispiel stammen ja nur 480 Euro aus den Privatmitteln von Gerd P., während die restlichen 120 Euro vom Staat zugeschossen werden. Auf diese Weise korrigiert Gerd P. also sozusagen ganz nebenbei ein wenig die staatliche Entwicklungspolitik.

Drittens empfiehlt es sich ohnehin, nicht nur zufällig-spontan und irgendwem von dem zu spenden, was man gerade in der Tasche hat. Viel intelligenter ist es, bewusst und zielgenau und regelmäßig z.B. das Hilfswerk Basisgesundheitsdienst zu unterstützen.

Viertens: Bei vielen Projekten, die auch durch Ihre Spende realisiert werden, gibt das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) Zuschüsse zu den Gesamtkosten (bis zu 75%). Damit steigt der Wert Ihrer Spende noch einmal!